Posts mit dem Label Ja das trägt man jetzt so werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Ja das trägt man jetzt so werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

13. November 2013

Aufgepasst und Lauscherchen auf - hier gibt's was zu sagen!


Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll.

Georg Christoph Lichtenberg

Was soll ich sagen, wie fange ich an - am Besten platze ich einfach damit heraus!
Wir werden umziehen!
Häh? Wohin, wieso - und wer ist überhaupt wir? (Alles sehr berechtigte Fragen würde ich sagen)
Und zwar ziehen wir (ja, also ihr und ich) von Blogger zu Wordpress. An dieser Stelle möchte ich mich wirklich entschuldigen bei Blogger, dass ich euch demnächst den Rücken zuwende, aber Reisende soll man ja bekanntlich nicht aufhalten. Es ist einfach an der Zeit für Neues.
(Nicht ohne stolz möchte ich hier noch anmerken, dass ich sogar eine eigene-meine-ganz-allein-Domain habe! Einmal Konfetti werfen, bitteschön!)

So weit so gut. Diese Änderung betrifft euch ja eigentlich trotzdem herzlich wenig, denn für euch läuft dennoch alles weiter wie bisher. (Ihr merkt schon, wenn ich die Sache so herauszögere, dann habe ich noch was auf der Seele).

Ich bin ja eher so der Ganz-oder-gar-nicht-Typ, ein Schwarz-oder-Weiß-Seher, Himmelhochjauchzend-zu-Tode-Betrübt-Mensch. Also kurz gesagt: Hopp oder Topp!
Also werden wir umziehen, meine Lieben (ihr im Gepäck - wenn ihr das noch wollt natürlich nur!) - in ein neues Haus in einer anderen Stadt (Wordpress), eine neue Straße (Blogname) und einer neuen Farbe (neues Layout).
Auf den ersten Blick wird Schneewittchens viele Kleider also nicht mehr aussehen wie Schneewittchens viele Kleider. Aber das wirklich wichtige, die Bewohner des neuen Hauses, also ihr und ich - wir werden gleich bleiben!
Einige der Posts werden mit umziehen, nicht alle, aber doch einige. Und all jene, die mich weiterhin begleiten möchten (als Leser, als Nachbarn, als Freunde) - die erwarte ich bald gespannt (von wegen -  vor Angst schlotternd und mit Pipi in der Hose) in meinem neuem Zuhause.
Warum genau all diese Veränderungen? Das werde ich euch noch in einem extra Post erklären und ich denke, ihr werdet verstehen, was mich dazu bewegt hat (zumindest hoffe ich das).

Das ist natürlich erstmal nur eine erste Vorankündigung, also keine Angst, ein wenig Zeit wird es noch dauern, bis alles steht. Momentan schätze ich auf gefühlte 200-300 Jahre (ahhhh, immer diese HTML-Codes).

Wollt ihr mit umziehen? Wollt ihr ins neue Haus? (Ich bin versucht zu schreiben, "Was wollt ihr dann? - MAOAM!") Bevor dies also damit endet, dass ich mit gen Himmel gestreckter Faust auf meinem Schreibtisch stehe und mit pathetischem Blick auf  mein imaginäres Volk blicke, sage ich einfach erstmal "Tschüß" für heute und bin gespannt, was ihr dazu sagt!


Outfit
// Shorts Levis // Grobstrickpullover Tally Weijl // Parka Zara // Pünktchen Strumpfhose DM // Ledergürtel H&M //

Fotos
// MM //


5. November 2013

Ein Leben ohne Kaffee ist möglich, aber sinnlos.




Kaffee ist nur schädlich, wenn Ihnen ein ganzer Sack aus dem fünften Stock auf den Kopf fällt.
 Addi Darboven

Ehrlich gesagt weiß ich gar nicht, weshalb ich als bekennender Kaffeeanhänger, (nein, das käme dem Anlass nicht gerecht)  als absolut Kaffeevernarrte erst jetzt diese Zeilen an mein Lieblingsgetränk verfasse.
Jetzt sitze ich also vor dem PC - vor mir selbstverständlich eine große Tasse dampfender köstlicher Flüssigkeit - und tippe glückselig dieses lyrische Meisterwerk (Gut, jetzt übertreibe ich).
An alle, die keinen Kaffee mögen und sich durchaus interessantere 5-Minuten-Tätigkeiten vorstellen können, die können jetzt getrost weiter klicken, sich eine Scheibe Brot toasten und dick mit Nutella beschmieren (habt ihr das schon mal probiert, schmeckt köstlich!), kurz die Mathehausaufgaben von der Freundin abschreiben (am Besten die Richtigen) oder auch einfach mal bis 300 zählen.
Für alle diejenigen unter  uns, die schon allein beim Klang des Wortes "Kaffee" (egal, welche Sprache) glitzernde Augen bekommen und für die die Welt beim Geräusch einer schnaufenden und rauschenden Filtermaschine ein klein wenig besser wird, all jene können sich nun für noch 4 Minuten in ein paar Zeilen vollster Hingabe und Inbrunst (ich liebe dieses Wort) verlieren.


Jeder hat so seine Vorlieben, der eine hat vielleicht die eine große, andere mögen ganz viele haben. Ich gehöre wohl schon zu denen, die sich für sehr viele Dinge gleichzeitig begeistern können. Aber auch ich habe meine Favoriten - klare Hierarchien sind wichtig.

 Ganz ganz weit oben steht in abnormal riesigen Tassen servierter (wichtig!), 
heißer (noch wichtiger!) Kaffee.
Mein erster Gedanke am Morgen gilt ihm, nicht meinem Liebsten (Tut mir Leid, Liebling, dass du es so erfahren musst - aber du bist gleich auf Platz 2!), es ist der Grund, der das Aufstehen aus dem warmen gemütlichen Bett überhaupt erstrebenswert macht.
Er ist die Basis, um all den Widerwärtigkeiten des Lebens die Stirn zu bieten und den Tücken des Alltags trotzen zu können.
Was wäre ein Büro ohne die Kaffeeküche? Hätte es all die guten Ideen auch ohne Kaffee gegeben? Was ist mit Internet? Elektrischen Zahnbürsten und dem Feuer?
Ja wo wären wir denn alle ohne die schwarzen kleinen Bohnen?
Genau, wir säßen immer noch frierend in unser Höhle und würden früh schlotternd ein paar Schlücke aus dem kalten Bach von nebenan zu uns nehmen, um uns dann schnellstmöglichst wieder unter unsere Felldecken zu kuscheln.
Glaubt ihr mir nicht? Ihr denkt, ich hätte ein ernsthaftes Suchtproblem? Hm, wer jetzt noch evt. ein bis zwei Minuten übrig hat, kann ja mal nach Indikatoren für abhängiges Verhalten googeln! Aber denkt dran, wem ihr das überhaupt zu verdanken habt.



 Outfit

// Boyfriend Jeans // Blümchen Socken // Ledergürtel
// all by H&M //
// Boots Görtz // Lederjacke D&G // Häkelschal selfmade //

Fotos 

// MM //

30. Oktober 2013

Lieber Oktober, du hast das toll gemacht! Gerne nächstes Jahr wieder so bunt!


Die Kunst der Weisheit besteht darin, 
zu wissen, was man übersehen muss. 
William James 

Genau diesen Spruch werde ich mir als Mantra ab nächsten Montag immer und immer wieder laut vorsagen (Da ich sowieso ständig mit mir selber rede, wird das keinem sonderlich verwundern). Denn dann startet mein Countdown, bzw. Lernmarathon zu den letzten Prüfungen, dicht gefolgt von den Abschlussprüfungen für das erste Jahr.
Da fällt mir noch ein, es wurde jetzt vermehrt nach einem Video gefragt (Oh mein Gott, ein Video!) - auch, wenn ihr wirklich keine Ahnung habt, was ihr euch damit angetan habt - aber Gesetz dem Fall (rein hypothetisch) ich würde eine bescheidene stümperhafte Verfilmung meinerseits in Betracht ziehen: Was würdet ihr gerne sehen? Oder anders gesagt, welche Fragen hättet ihr an mich, was interessiert euch und was wolltet ihr schon immer mal wissen? 
Ich dachte daran, so ein kleines Frage-Antwort-Video zu basteln. Basteln versteht sich, denn das wird eine Premiere! Also her damit, dann kann ich eine kleine Fragenliste erstellen und habe etwas, an das ich mich während des Videos klammern kann und ihr euch nicht 5 Minuten hysterisches Lachen, peinliche Pausen und 10.000. "Ähhms" geben müsst!


 Outfit

// Rotes Kleid mit Spitzenverzierung H&M Divided // Cardigan in cognac 3Suisses // Stiefel mit Blätterprint vintage //

Fotos 

// MM & CC //


20. September 2013

Ja klar bin ich aus Zucker, was denn sonst?


Auch nach über 20 Jahren mehr oder weniger gesammelter Lebenserfahrung kann ich nicht behaupten, das Wetter einschätzen zu können.
Geht's euch auch so oder macht sich die Sonne nur über mich lustig?

Da schaut man zum Fenster hinaus und ist fast geblendet vom strahlendem Sonnenschein - ein blauer Himmel soweit das Auge reicht. Ein guter Tag. Schirm? Also bitte. Geschätzte zehn Minuten, nachdem man das Haus verlassen, scheint es, als hätte man sich Matrixmäßig in eine Parallelwelt beamen lassen. Schräg von oben sehe ich, wie sich die allerallerletzten Sonnenstrahlen hinter riesigen dunklen Wolken. Und Leute, ich habe sie grinsen sehen. (Wolken können natürlich grinsen, schließlich hat der Mond ja auch ein Gesicht.)
Es passiert mir also nicht selten, dass mich Leute wahlweise fragen "Kind, ist dir nicht etwas kalt?" - "Also da, wo ich herkomme, war's eben noch schön. Wirklich. (Und ja, verdammt, es ist kalt!)
Oder dann natürlich das andere Extrem. "Gott, schwitzt du dich nicht zu Tode?!", wenn ich bei 20 Grad in Klamotten in die Stadt gehe, mit denen man auch ohne Bedenken zu einer Polarexpedition aufbrechen könnte.

So ging es mir also auch mal wieder bei diesen Fotos. Regen. Plötzlich. Viel. Ihr wisst schon, wenn dann die Haare so....



Ich merke gerade, dass ich dieses Amulett hier ständig dabei habe - das ist auch wirklich keine bezahlte Schleichwerbung - aber wenn ich etwas so gern mag, dann wird es wirklich ständig getragen. Ich hoffe, ihr nehmt's mir nicht übel.


 Noch eine Liebe: Meine Fuchstasche (ich liebe liebe liebe Füchse - seht ihr meinen verliebten Blick?) - danke nochmal, liebe Carolin für den Tipp! Nun bin ich pleite.



Das hier war mein eigentlich Gesichtsausdruck zu 90 Prozent der Zeit - "Bääääh, Regen"


Outfit

// Pünktchen Kleid
H&M Divided // grober weißer Strickpulli Tally Weijl // Amulett Accessorize // Fuchsbeutel Pretty Sucks // Armbanduhr Dugena // Ledersandalen Champa //

Fotos

// MM //

10. September 2013

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit. William Shakespeare



Urlaub. Das klingt nach lange aufbleiben, bis 12 Uhr ausschlafen, endlich mal das Buch zu Ende lesen, welches schon seit einiger Zeit auf dem Nachttischen einstaubt und überhaupt nach ganz viel Zeit zum Ausruhen. Ist man aber erstmal in den gemeinen Fängen des Arbeitslebens, dann sieht das eher so aus, dass man freie Tage in diversen Arztpraxen und Wartezimmern verbringt, weil man da ja sonst nie hinkommt und sich mit langweiligen Versicherungsthemen herumschlägt, die man aber nie verstehen wird. (Jetzt mal ernsthaft, steigt da jemand so richtig durch?) Muss ich jetzt einen Riester, einen Bausparer oder doch gleich zwei oder drei abschließen? Fonds oder nicht. Rechtsschutz wäre auch nicht verkehrt - ach ja, und dann ja noch die Berufsunfähigkeit. Im Ernst Leute, ich glaube, wenn ich mal alt bin, muss ich mein Geld für meine Vorliebe für Streuselkuchen irgendwie anders verdienen. Vielleicht kann ich ja ein paar Meerschweinchen (Meerschweinchen sind ja wohl unglaublich komisch!) trainieren und dann ein paar Tricks in der Fußgängerzone vorführen. Das ist bestimmt witzig.
Ok, jetzt schweife ich aber ab. Zurück zu meinen freien Tagen -  ein wenig ausgeschlafen habe ich natürlich und außerdem hatte ich viel Zeit für meine Kamera und einige Ideen, die mir schon länger im Kopf herumschwirren. Das ist aber eine andere Geschichte, da müsst ihr euch noch etwas gedulden - nur so viel: Es wird märchenhaft!

Zu dem Outfit von heute - die cognacfarbene Ledertasche ist ein echtes Schmuckstück und war ein Geschenk von meinem Freund. Bei einer Haushaltsauflösung einer älteren süßen Dame war sie plötzlich herren-bzw. damenlos und da mein Liebster von meiner Liebe für alten Krempel weiß, hat er sie heldenhaft für mich gerettet. Hach, schön, wenn die eigenen Macken respektiert werden. Zum Gürtel muss ich ausnahmsweise auch mal ein paar Zeilen verlieren, weil es wirklich eine witzige Geschichte ist. Der Gürtel ist nämlich mal wirklich vintage, also so richtig richtig. Den habe ich nämlich schon seit dem Kindergarten - und ich habe ihn als Kind gehasst. Er hat nämlich 2 Herzchen auf der Schnalle und das fand ich gar nicht gut. Bäh Mama, wie kitschig! Tja ja, aber die Zeiten ändern sich - und wie gesagt, ich liebe alten Kram und hebe so manches Teilchen in hingebungsvoller Liebe auf - um es eben ein paar Jahre später wieder mit einem triumphierendem Gesichtsausdruck aus den Tiefen einer Kommode zu ziehen. Dann schaue ich meinen Freund stolz an und sage "Schau, wie lange ich meine Sachen trage!" (Klar, ich verschweige natürlich die ein oder andere Kleiderschrankleiche, die ihr trauriges Dasein im Kleiderschrank fristet. Unbenutzt. Noch mit Etikett.).
Die Strickjacke habe ich ein wenig aufgewertet durch goldene Knöpfe, das geben meine rudimentären Nähkenntnisse gerade noch her. Aber dieses Wissen wende ich konsequent für all meine Strickjäckchen an, weil ich quasi an Knöpfen ertrinken könnte. Aber immer, wenn ich in so einen süßen kleinen Schneiderladen gehe und all die bunten, goldenen, funkelnden Knöpfe sehe, tritt dieser Elster-Effekt ein und die Vernunft kommt erst wieder zurück, wenn ich das Klingeln der Ladenglocke hinter mir höre, in der einen Hand fünf Tüten voller neuer Errungenschaften und einen leichteren Geldbeutel in der anderen. Kennt ihr auch diese Momente, bei denen man wie ein ferngesteuerter Roboter nur noch auf sein Ziel zusteuert (Gold, Glitzer, Schuhe, Gold, Glitzer) - und nachher fragt man sich, ob da nicht kurze Zeit ein hinterhältiger Dämon Besitz von einem ergriffen hat? Also normal ist das nicht. Da kann was nicht mit rechten Dingen zugehen.


Outfit
// Buntes Kleid 3Suisses // lange Strickjacke beige H&M // Ledersandalen Champa // Ledertasche Erbstück // goldener Gürtel mit Herzchenverzierung vintage // Männeruhr Dugena // Schmuck Armreif und Goldkettchen geerbt // Armband mit roten Bommeln H&M // 

27. August 2013

Ein Leben, bei dem nicht von Zeit zu Zeit alles auf dem Spiel steht, ist nichts wert.


Für dieses Outfit wollte ich unbedingt mal wieder einen Bahnhof als Location wählen und bin todesmutig auf den Gleisen herumbalanciert. Lasst euch durch mein selig entspanntes Lächeln bloß nicht täuschen - das was ihr seht ist mehr ein irrer Grinser dank der ständigen Angst, dass A)  gleich ein Zug um die Ecke biegt und mich platt wie ein Briefmarke fährt oder B) ich ins Gefängnis komme, weil ich (wieder mal) unerlaubtes Gelände betreten habe oder C) in eine Einrichtung für selbstzerstörerische Menschen eingeliefert werde, da Verdacht auf Suizid besteht. Und erkläre mal einem normal vernünftigen Menschen, dass du das ja eigentlich nur für ein paar gute Aufnahmen machst. Der zeigt dir einen Vogel.
Mein Freund hat sich also schön abseits der Gleise positioniert (ich rede mir fest ein, dass er mich heldenhaft in letzter Sekunde rettet, sollte der ICE um die Ecke biegen) und verkneift sich jegliche ironische Bemerkung bezüglich meiner Turnerei. Er kennt das ja bereits. Ich also immer schnell Pose gemacht (Blick immer in Zugrichtung - welche auch immer das sein mag) und dann zack schnell runter, um das Werk zu begutachten - und wieder rauf. Zack runter, zack rauf. Immerhin wäre meine letzte Botschaft an das Leben "Ich liebe dich".
Ich finde aber trotzdem, dass sich ein wenig Risiko für ein Foto immer lohnt, so habe ich schon immer die schönsten Ergebnisse erzielt.
Ich liebe dieses Outfit ja sehr, der grüne Rock ist schon seit bestimmt fast 3 Jahren in meinem Besitz - aber ich habe viele Dinge in meinem Schrank, die ich lange und auch oft trage. Anstatt mir ständig was Neues zu kaufen, kombiniere ich lieber immer wieder anders. Die Leo-Loafers sind auch schon an die 2 Jahre alt, aber auch die mag ich unglaublich gerne - allerdings konnte ich euch die Großaufnahme von ihnen nicht antun, weil sie von Nahem ziemlich Oma-Mäßig aussahen. Gut, von weitem auch ein wenig, aber das finde ich charmant.


Outfit
// Smaragdgrüner Rock H&M // lockeres Longshirt "Je t' aime" Tally Weijl // Gürtel mit Löwenköpfen Urban Outfitters // Leo-Loafers 3Suisses //

20. August 2013

Du musst geben, bevor du nimmst - und bauen, bevor du wohnst.


"Woher weißt du, dass es Liebe ist?", fragt sie.
"Das sagt mir mein Herz", entgegnet er. Sie schweigt einen Augenblick, um darüber nachzudenken.
"Aber woher weißt du, dass dir dein Herz das Richtige sagt?", hakt sie nach. Die simple Aussage erscheint ihr zu schlicht in ihrer Schlichtheit.
Daraufhin zuckt er mit den Schultern, er versteht nicht, was man denn daran überhaupt in Frage stellen kann. "Ich weiß es eben", meint er geduldig, um ihr die Unsicherheit ein wenig zu nehmen. Dann schweigen beide in den eigenen Gedanken versunken.

Sie überlegt, wie schwer und doch einfach zugleich die Liebe ist. Es gibt wohl wenige Worte überhaupt, die so kurz sind und hinter denen doch eine ganze Welt steht. Einfach ist sie, weil es eigentlich nur ein ja oder nein gibt. Kann man jemanden so ein bisschen lieben? Ich liebe dich ein bisschen. Das klingt so wie - bis ich jemanden finde, den ich vielleicht noch ein wenig lieber mag. Und schwer, schwer ist sie aus unzählbar vielen Gründen. Manchmal liegt ja schon die erste Schwierigkeit darin zu akzeptieren, dass man jemanden liebt. Weil es so überraschend kam und so ganz anders als erwartet. Und überhaupt. Darauf hat einen damals im Kindergarten auch niemand vorbereitet.

Und er? Was denkt er sich, wenn er morgens nach dem Aufstehen die Beine über die Bettkante schwingt, sich mit den Ellenbogen auf den Oberschenkeln abstützt und kurz innehält, weil der erste Gedanke am Morgen an sie geht. Oder am Mittag, als er auf der Straße ein lachendes Pärchen beobachtet. Sie sehen so glücklich aus. Können wir das auch? Können wir nicht ein wenig aussteigen aus der wilden Achterbahn, die die Gefühle auf und abschleudert, wilde Loopings damit veranstaltet und einen oft heraustaumeln lässt. Ein wenig benommen, mit grummelnden Magen. Aber ja, das Hoch ist dafür wundervoll, wenn man ganz oben ist und es wenigstens dort gelingt, die negativen, zweifelnden Gedanken auszuschalten. Ein kurzer Moment der inneren Ruhe. Und weiter geht es, denn das ist das einzig Beständige: Dass es immer irgendwie weitergeht.


Outfit
// graue Slim Jeans Mango // weißes Basic-Shirt H&M // braune Ledersandalen Champa // rote Umhängetasche Flohmarkt // Gürtel H&M //