20. September 2013

Ja klar bin ich aus Zucker, was denn sonst?


Auch nach über 20 Jahren mehr oder weniger gesammelter Lebenserfahrung kann ich nicht behaupten, das Wetter einschätzen zu können.
Geht's euch auch so oder macht sich die Sonne nur über mich lustig?

Da schaut man zum Fenster hinaus und ist fast geblendet vom strahlendem Sonnenschein - ein blauer Himmel soweit das Auge reicht. Ein guter Tag. Schirm? Also bitte. Geschätzte zehn Minuten, nachdem man das Haus verlassen, scheint es, als hätte man sich Matrixmäßig in eine Parallelwelt beamen lassen. Schräg von oben sehe ich, wie sich die allerallerletzten Sonnenstrahlen hinter riesigen dunklen Wolken. Und Leute, ich habe sie grinsen sehen. (Wolken können natürlich grinsen, schließlich hat der Mond ja auch ein Gesicht.)
Es passiert mir also nicht selten, dass mich Leute wahlweise fragen "Kind, ist dir nicht etwas kalt?" - "Also da, wo ich herkomme, war's eben noch schön. Wirklich. (Und ja, verdammt, es ist kalt!)
Oder dann natürlich das andere Extrem. "Gott, schwitzt du dich nicht zu Tode?!", wenn ich bei 20 Grad in Klamotten in die Stadt gehe, mit denen man auch ohne Bedenken zu einer Polarexpedition aufbrechen könnte.

So ging es mir also auch mal wieder bei diesen Fotos. Regen. Plötzlich. Viel. Ihr wisst schon, wenn dann die Haare so....



Ich merke gerade, dass ich dieses Amulett hier ständig dabei habe - das ist auch wirklich keine bezahlte Schleichwerbung - aber wenn ich etwas so gern mag, dann wird es wirklich ständig getragen. Ich hoffe, ihr nehmt's mir nicht übel.


 Noch eine Liebe: Meine Fuchstasche (ich liebe liebe liebe Füchse - seht ihr meinen verliebten Blick?) - danke nochmal, liebe Carolin für den Tipp! Nun bin ich pleite.



Das hier war mein eigentlich Gesichtsausdruck zu 90 Prozent der Zeit - "Bääääh, Regen"


Outfit

// Pünktchen Kleid
H&M Divided // grober weißer Strickpulli Tally Weijl // Amulett Accessorize // Fuchsbeutel Pretty Sucks // Armbanduhr Dugena // Ledersandalen Champa //

Fotos

// MM //

10. September 2013

Wenn das ganze Jahr über Urlaub wäre, wäre das Vergnügen so langweilig wie die Arbeit. William Shakespeare



Urlaub. Das klingt nach lange aufbleiben, bis 12 Uhr ausschlafen, endlich mal das Buch zu Ende lesen, welches schon seit einiger Zeit auf dem Nachttischen einstaubt und überhaupt nach ganz viel Zeit zum Ausruhen. Ist man aber erstmal in den gemeinen Fängen des Arbeitslebens, dann sieht das eher so aus, dass man freie Tage in diversen Arztpraxen und Wartezimmern verbringt, weil man da ja sonst nie hinkommt und sich mit langweiligen Versicherungsthemen herumschlägt, die man aber nie verstehen wird. (Jetzt mal ernsthaft, steigt da jemand so richtig durch?) Muss ich jetzt einen Riester, einen Bausparer oder doch gleich zwei oder drei abschließen? Fonds oder nicht. Rechtsschutz wäre auch nicht verkehrt - ach ja, und dann ja noch die Berufsunfähigkeit. Im Ernst Leute, ich glaube, wenn ich mal alt bin, muss ich mein Geld für meine Vorliebe für Streuselkuchen irgendwie anders verdienen. Vielleicht kann ich ja ein paar Meerschweinchen (Meerschweinchen sind ja wohl unglaublich komisch!) trainieren und dann ein paar Tricks in der Fußgängerzone vorführen. Das ist bestimmt witzig.
Ok, jetzt schweife ich aber ab. Zurück zu meinen freien Tagen -  ein wenig ausgeschlafen habe ich natürlich und außerdem hatte ich viel Zeit für meine Kamera und einige Ideen, die mir schon länger im Kopf herumschwirren. Das ist aber eine andere Geschichte, da müsst ihr euch noch etwas gedulden - nur so viel: Es wird märchenhaft!

Zu dem Outfit von heute - die cognacfarbene Ledertasche ist ein echtes Schmuckstück und war ein Geschenk von meinem Freund. Bei einer Haushaltsauflösung einer älteren süßen Dame war sie plötzlich herren-bzw. damenlos und da mein Liebster von meiner Liebe für alten Krempel weiß, hat er sie heldenhaft für mich gerettet. Hach, schön, wenn die eigenen Macken respektiert werden. Zum Gürtel muss ich ausnahmsweise auch mal ein paar Zeilen verlieren, weil es wirklich eine witzige Geschichte ist. Der Gürtel ist nämlich mal wirklich vintage, also so richtig richtig. Den habe ich nämlich schon seit dem Kindergarten - und ich habe ihn als Kind gehasst. Er hat nämlich 2 Herzchen auf der Schnalle und das fand ich gar nicht gut. Bäh Mama, wie kitschig! Tja ja, aber die Zeiten ändern sich - und wie gesagt, ich liebe alten Kram und hebe so manches Teilchen in hingebungsvoller Liebe auf - um es eben ein paar Jahre später wieder mit einem triumphierendem Gesichtsausdruck aus den Tiefen einer Kommode zu ziehen. Dann schaue ich meinen Freund stolz an und sage "Schau, wie lange ich meine Sachen trage!" (Klar, ich verschweige natürlich die ein oder andere Kleiderschrankleiche, die ihr trauriges Dasein im Kleiderschrank fristet. Unbenutzt. Noch mit Etikett.).
Die Strickjacke habe ich ein wenig aufgewertet durch goldene Knöpfe, das geben meine rudimentären Nähkenntnisse gerade noch her. Aber dieses Wissen wende ich konsequent für all meine Strickjäckchen an, weil ich quasi an Knöpfen ertrinken könnte. Aber immer, wenn ich in so einen süßen kleinen Schneiderladen gehe und all die bunten, goldenen, funkelnden Knöpfe sehe, tritt dieser Elster-Effekt ein und die Vernunft kommt erst wieder zurück, wenn ich das Klingeln der Ladenglocke hinter mir höre, in der einen Hand fünf Tüten voller neuer Errungenschaften und einen leichteren Geldbeutel in der anderen. Kennt ihr auch diese Momente, bei denen man wie ein ferngesteuerter Roboter nur noch auf sein Ziel zusteuert (Gold, Glitzer, Schuhe, Gold, Glitzer) - und nachher fragt man sich, ob da nicht kurze Zeit ein hinterhältiger Dämon Besitz von einem ergriffen hat? Also normal ist das nicht. Da kann was nicht mit rechten Dingen zugehen.


Outfit
// Buntes Kleid 3Suisses // lange Strickjacke beige H&M // Ledersandalen Champa // Ledertasche Erbstück // goldener Gürtel mit Herzchenverzierung vintage // Männeruhr Dugena // Schmuck Armreif und Goldkettchen geerbt // Armband mit roten Bommeln H&M // 

27. August 2013

Ein Leben, bei dem nicht von Zeit zu Zeit alles auf dem Spiel steht, ist nichts wert.


Für dieses Outfit wollte ich unbedingt mal wieder einen Bahnhof als Location wählen und bin todesmutig auf den Gleisen herumbalanciert. Lasst euch durch mein selig entspanntes Lächeln bloß nicht täuschen - das was ihr seht ist mehr ein irrer Grinser dank der ständigen Angst, dass A)  gleich ein Zug um die Ecke biegt und mich platt wie ein Briefmarke fährt oder B) ich ins Gefängnis komme, weil ich (wieder mal) unerlaubtes Gelände betreten habe oder C) in eine Einrichtung für selbstzerstörerische Menschen eingeliefert werde, da Verdacht auf Suizid besteht. Und erkläre mal einem normal vernünftigen Menschen, dass du das ja eigentlich nur für ein paar gute Aufnahmen machst. Der zeigt dir einen Vogel.
Mein Freund hat sich also schön abseits der Gleise positioniert (ich rede mir fest ein, dass er mich heldenhaft in letzter Sekunde rettet, sollte der ICE um die Ecke biegen) und verkneift sich jegliche ironische Bemerkung bezüglich meiner Turnerei. Er kennt das ja bereits. Ich also immer schnell Pose gemacht (Blick immer in Zugrichtung - welche auch immer das sein mag) und dann zack schnell runter, um das Werk zu begutachten - und wieder rauf. Zack runter, zack rauf. Immerhin wäre meine letzte Botschaft an das Leben "Ich liebe dich".
Ich finde aber trotzdem, dass sich ein wenig Risiko für ein Foto immer lohnt, so habe ich schon immer die schönsten Ergebnisse erzielt.
Ich liebe dieses Outfit ja sehr, der grüne Rock ist schon seit bestimmt fast 3 Jahren in meinem Besitz - aber ich habe viele Dinge in meinem Schrank, die ich lange und auch oft trage. Anstatt mir ständig was Neues zu kaufen, kombiniere ich lieber immer wieder anders. Die Leo-Loafers sind auch schon an die 2 Jahre alt, aber auch die mag ich unglaublich gerne - allerdings konnte ich euch die Großaufnahme von ihnen nicht antun, weil sie von Nahem ziemlich Oma-Mäßig aussahen. Gut, von weitem auch ein wenig, aber das finde ich charmant.


Outfit
// Smaragdgrüner Rock H&M // lockeres Longshirt "Je t' aime" Tally Weijl // Gürtel mit Löwenköpfen Urban Outfitters // Leo-Loafers 3Suisses //

20. August 2013

Du musst geben, bevor du nimmst - und bauen, bevor du wohnst.


"Woher weißt du, dass es Liebe ist?", fragt sie.
"Das sagt mir mein Herz", entgegnet er. Sie schweigt einen Augenblick, um darüber nachzudenken.
"Aber woher weißt du, dass dir dein Herz das Richtige sagt?", hakt sie nach. Die simple Aussage erscheint ihr zu schlicht in ihrer Schlichtheit.
Daraufhin zuckt er mit den Schultern, er versteht nicht, was man denn daran überhaupt in Frage stellen kann. "Ich weiß es eben", meint er geduldig, um ihr die Unsicherheit ein wenig zu nehmen. Dann schweigen beide in den eigenen Gedanken versunken.

Sie überlegt, wie schwer und doch einfach zugleich die Liebe ist. Es gibt wohl wenige Worte überhaupt, die so kurz sind und hinter denen doch eine ganze Welt steht. Einfach ist sie, weil es eigentlich nur ein ja oder nein gibt. Kann man jemanden so ein bisschen lieben? Ich liebe dich ein bisschen. Das klingt so wie - bis ich jemanden finde, den ich vielleicht noch ein wenig lieber mag. Und schwer, schwer ist sie aus unzählbar vielen Gründen. Manchmal liegt ja schon die erste Schwierigkeit darin zu akzeptieren, dass man jemanden liebt. Weil es so überraschend kam und so ganz anders als erwartet. Und überhaupt. Darauf hat einen damals im Kindergarten auch niemand vorbereitet.

Und er? Was denkt er sich, wenn er morgens nach dem Aufstehen die Beine über die Bettkante schwingt, sich mit den Ellenbogen auf den Oberschenkeln abstützt und kurz innehält, weil der erste Gedanke am Morgen an sie geht. Oder am Mittag, als er auf der Straße ein lachendes Pärchen beobachtet. Sie sehen so glücklich aus. Können wir das auch? Können wir nicht ein wenig aussteigen aus der wilden Achterbahn, die die Gefühle auf und abschleudert, wilde Loopings damit veranstaltet und einen oft heraustaumeln lässt. Ein wenig benommen, mit grummelnden Magen. Aber ja, das Hoch ist dafür wundervoll, wenn man ganz oben ist und es wenigstens dort gelingt, die negativen, zweifelnden Gedanken auszuschalten. Ein kurzer Moment der inneren Ruhe. Und weiter geht es, denn das ist das einzig Beständige: Dass es immer irgendwie weitergeht.


Outfit
// graue Slim Jeans Mango // weißes Basic-Shirt H&M // braune Ledersandalen Champa // rote Umhängetasche Flohmarkt // Gürtel H&M //

19. August 2013

Elstern hierher!


Vor kurzen schrieb mich die liebe Annika von SchmuckLaden.de an und stellte mir ein neues Shopping-Portal für Schmuck, Uhren, Accessoires - kurz alles was den Elster-Effekt in uns weckt - vor. Ich bin also ehrlich, erstens schlage ich lieben Menschen ungern etwas ab und zweitens geht es hier um Schmuck. Mein Verhältnis zu Schmuck ist geprägt von ständiger Entbehrung (Angebot, Wünsche und Kontostand verhalten sich stets eher konträr zueinander) und leichter Überforderung (es gibt einfach sooo viel davon). Zumindest bei letzterem kann SchmuckLaden.de ein klein wenig Abhilfe schaffen: Sehr viele verschiedene Marken und Produkte werden dort übersichtlich gesammelt - für Kaufabwicklungen wird man dann zum entsprechendem Shop weitergeleitet. Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich achte schon sehr auf Übersichtlichkeit in den Shops und was die Seite so optisch hermacht. Das wird dort ziemlich benutzerfreundlich gemacht. 


Weil es mir besonders auf die Feinheiten ankommt, gefallen mir die vielen Zusatzinformationen, der SchmuckLaden.de Blog und der Stylecreator - deswegen war mir das auch wirklich einen Post wert! Denn gerade was den Lifestyle Bereich angeht, komme ich oft auf Seiten, an denen ich schier verzweifle.


Wer also mal vorbeischauen möchte, wird die Lieben von SchuckLaden.de  sicherlich ziemlich glücklich machen - gerade die Blogger unter uns wissen wie es  ist, ganz am Anfang zu stehen und man feiert jeden Besucher, jeden Klick und jeden Kommentar wie Weihnachten. Das war wohl auch einer der Gründe, warum ich für Annika gerne ein wenig die Werbetrommel rühre. 

16. August 2013

Hat ja nie jemand gesagt, dass das hier so einfach gehen würde.



Schön ist eigentlich alles, was man mit Liebe betrachtet.
Je mehr jemand die Welt liebt, desto schöner wird er sie finden.

Christian Morgenstern

// Fotografien //
// CC //